Ein immersiver Tag im Herzen des Holzbaus in der Wallonie
Am 16. Mai 2025 organisierten Ligne Bois, CAP Construction und Luxinnovation im Rahmen des Interreg VI-Projekts Greater Green+ einen Besichtigungstag in der Wallonie, der dem Holzsektor gewidmet war. An dieser Veranstaltung nahmen rund 36 Fachleute teil, die innovative Unternehmen und wegweisende Projekte der Branche entdecken konnten.
Das wallonische Know-how im Fokus
Das Ziel dieses Tages war zweifach: das lokale Know-how sichtbar zu machen und den Austausch zwischen den Akteuren der Branche zu fördern. Im Rahmen mehrerer Besichtigungen konnten die Teilnehmenden vielfältige architektonische Projekte erkunden, die sich durch ihre nachhaltige Herangehensweise und ihre technische Qualität auszeichnen.
Über die Projektbesichtigungen hinaus bot dieser Einblick die Möglichkeit, Praktiken zu vergleichen, sich mit Fachleuten aus der Praxis auszutauschen und gemeinsam über die Herausforderungen und Chancen nachzudenken, die die Zukunft des Holzbaus prägen.
Vielfältige und inspirierende Besichtigungen
Das Programm gliederte sich in mehrere zentrale Etappen.
Zunächst besuchten die Teilnehmenden den Industriestandort in Étalle, wo die Unternehmen Scidus, Mobic (Gruppe MSP Bois) und Préfabois ihre Tätigkeiten vorstellten. Der Schwerpunkt lag auf modularen Lösungen, der Rundholzverarbeitung sowie der Automatisierung von Prozessen, insbesondere durch den Einsatz von Roboterarmen.
Anschließend ging es zur Baustelle des Domaine des Grottes de Han in Rochefort. Dieses Renovierungs- und Erweiterungsprojekt umfasst den Bau von drei Gebäuden aus CLT, die vollständig mit Holz verkleidet sind – von der Fassade bis zu den Böden. Das Projekt steht exemplarisch für eine stimmige architektonische Integration in eine natürliche Umgebung.
Weitere Station war Mariembourg, wo die Teilnehmenden die Werke von Stabilame Construction en bois und Menuiserie Riche besichtigten. Diese Referenzunternehmen in der Wallonie zeichnen sich durch ihre Beherrschung von fünf verschiedenen Holzbausystemen aus, darunter verleimtes oder genageltes CLT, Holzrahmenbau, Pfosten-Riegel-Konstruktionen sowie Massivholzsysteme mit gestapelten Bohlen.
Den Abschluss bildete die Besichtigung der Baustelle des zukünftigen Écocentre IFAPME in Belgrade. Dieses Projekt mit einer Fläche von 16.500 m² zählt zu den ambitioniertesten Holzbauvorhaben in der Wallonie und versteht sich als echte Visitenkarte des regionalen Know-hows.
Eine dynamische Branche
Im Laufe dieses Tages konnten die Teilnehmenden die Dynamik und das Potenzial des Holzbaus in der Wallonie eindrucksvoll erleben. Die Vielfalt der besichtigten Projekte zeigt, dass der Baustoff Holz in unterschiedlichsten Kontexten eingesetzt werden kann und gleichzeitig den Anforderungen nachhaltigen Bauens gerecht wird.
Mehr als nur eine Reihe von Besichtigungen hat diese Veranstaltung die Vernetzung der Fachleute gestärkt und eine gemeinsame Reflexion über die Herausforderungen und Chancen der Branche angestoßen.


